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so to say

man sagt, die besten geschichten schreibt das leben. das leben ist, wie wir alle wissen, hart und grausam. also schreiben wir oft grausame geschichten. alternativ dazu kann man sich ins schöne poetische zwielicht retten wie z.b. die 500beine oder über die kleinen süßen banalitäten, wie z.b. gesehen bei der m

ein normaler tag in meinem leben könnte sich also durchaus grausam lesen, rücke ich ihn in dieses typische H&M licht das immer alles so speziell hart und beschissen ausschauen läßt.
nur ist die schwierigkeit, in die geschichten die wirklichen gefühle hineinzubringen, auch wenn man sie noch so bluttriefend und herzschmerzend um worte biegt.

das ist wie beim teekochen. alles blubbert und zischt, kleine dampfschwaden suchen sich pfeifend und kreischend ihren weg an die luft. die herdplatte glüht der tee schreit auf wenn das siedendheiße wasser ihn trifft und der strahl aus der kanne gluckert dick und dampfend bis alles voll und fertig ist.


bild: das leben schenkt solange nach bis es vorbei ist


ins zimmer geliefert wird dann aber ein milde und grün vor sich hin lächelndes süppchen, nicht besonders intensiv im geschmack und geruch und gedankenverloren schaut man in die reste vom satz, dessen fetzen wie nebelkrähen in der brühe ihre kreise ziehen und man merkt, irgendwas war da noch, irgendwas ist da noch, wortwörtlich brodelnd im hintergrund.

so könnte ich jetzt also den ganzen gestrigen tag in all seiner verwirrenden und nagenden pracht hernehmen, hier ausrollen und versuchen darzustellen als das was er war (und noch ist) aber ich denke die quintessenz würde wieder höchstens spürbar, nicht aber nachvollziehbar oder besser nachfühlbar sein.
recht zweifelhaftes unterfangen also. drum lass ichs lieber.
1.6.06 09:58


rockin´all over the world

die band-sache kommt nun doch wieder ins rollen nachdem ich nun schon seit circa vier monaten sage dass es jeden moment soweit sein könnte. hoffentlich klappts diesmal.


bild:
im internet verstecken sich musikwütige hinter nicknames, wenn man sich dann doch auf eine jam-session trifft, kommt schnell SOWAS dabei raus


eine band zu gründen stellt einen vor tausendmillionen schwierigkeiten. da gilt es erstmal natürlich gleichgesinnte zu finden und das allein ist schon beinahe ein ding der unmöglichkeit weil:

... unglaublich viele der leute die eine band suchen/gründen wollen irgendwelche vierzehn jährige mädchen sind, oder allgemein sind es extrem viele weibliche wesen. ich nehm mal an die christl stürmer ist da nicht ganz schuldlos daran.

... die meisten einfach nur schnell rockstar werden wollen, oder noch besser - emorockstar.

... "bin weiblich/16 spiele seit 3 monaten gitarre, der drummer (mein freund) hat gerade angefangen, wollen band gründen" ----- argh!!
usw und so fort.

das aber scheint ein wirkliches problem der großstadt zu sein, denk ich an früher war das ganze um LÄNGEN einfacher. man kannte halt einfach in der doch recht überschaubaren szene die leute und die leute kannten einen auch. der bassist kommt zu mir, wir stossen mit einem bier an und drei tage später haben wir die komplette band, proberaum und die ersten amps (=verstärker).

warum das hier in wien nicht so geht liegt einfach daran man sich einfach suchen (und finden) muß, und das ist doch recht anstrengend weil man immer wieder über seinen schatten springen muß (oder müßte). z.b. will ich partout keine frau in der band, warum keine ahnung... und ich denke mir mit dem sänger meiner ehemaligen band (jetzt mein mitbewohner) wärs sicher auch wieder lustig und gut...
aber ich will einfach mehr
was richtig gutes
neues
anderes
--
drum mach ich jetzt grad extra eine ACDC cover band
6.6.06 11:15


sushi-alarm

wer hat lust mit mir essen zu gehen?
6.6.06 19:57


warum sushi überlebensfördernd sein kann

haikido stöhnte vor schmerzen auf, als ein weiterer muskelkrampf sie schüttelte. jeder fußtritt unter wasser war quälender als der vorangegangene, jede bewegung von stichen begleitet, als ob ein glühender dolch den muskelfasern entlang gleiten würde.

drei tage trieb sie nun schon im meer nachdem das schiff auf dem sie die passage überqueren sollte mitten in der nacht von einer scheinbar riesigen welle getroffen wurde und sie in die dunkle see geschleudert hatte. in der dämmerung konnte sie dann erkennen daß das schiff wohl weiterfahren konnte, wo sich auch hinblickte sah sie nur die nackte meeresoberfläche, die sich wie ein gewellter spiegel vor ihr ausbreitete.


der gedanke einfach aufzugeben umschmeichelte sie immer mehr und mehr. mit schläfriger sanfter stimme versuchte er sie zu überreden, mit dem anstrengenden und schmerzhaften wassertreten aufzuhören und sich gemütlich zurückzulehnen, sich in das weiche wasserbett zu schmiegen und auszuruhen.

schließlich mußte sie wirklich aufhören, wollte, konnte nicht mehr. einmal noch holte sie tief luft, und ließ sich dann auf dem rücken treiben, zwischen tränen blickte sie zum makellos blauen himmel auf und begann langsam zurückzusinken hinein in das dunklere blau der tiefe.

plötzlich bemerkte sie, daß sie nicht weiter versank, etwas sich unter ihren körper geschoben hatte. verblüfft aber sehr vorsichtig drehte sie sich zur seite und konnte im ersten moment überhaupt nichts konkretes erkennen, doch dann keuchte sie auf als sie erkannte, dass sie auf einem riesigen reis-paket lag. das schiff war also doch gesunken und hatte in seiner todesfahrt zum meeresboden noch seine fracht aufgeben müssen, die zum großteil aus reis bestand, in große pakete gewickelt.

dieser reis war aufgequollen und trieb nun auf der oberfläche, zusammengehalten nur durch starke stoffnbahnen auf den seiten. haikido erkannte dass der reis sie nicht lange tragen würde wenn sie direkt auf dem "paket" lag. mit der zeit würde sie allein durch ihr gewicht ihren körper durch den reis hindurchdrücken und riskieren, das sich das ganze paket auflöst.

verzweifelt versuchte sie sich eine möglichkeit auszudenken, wie sie dieses unerwartete geschenk, das ihr das schicksal gemacht hatte doch noch nutzen zu können. sie dachte sich was wohl sesch-kuyo machen würde, quasi die japanische version des tv-helden mcgyver, hatte aber keinen kugelschreiber dabei, wie sie enttäuscht feststellen mußte.

andernfalls hätte sie sich wie sesch eine kleine rakete basteln können die von einem reis-salzlauge-speichel derivat angetrieben wird. damit hätte sie dann viereinhalb reiskörner aufs relativ nahe festland schießen können und jedes kind in japan wußte daß viereinhalb reiskörner bedeuteten daß jemand in seenot ist und reis zur verfügung hat.


kurz davor endgültig zu verzweifeln erschien vor ihrem inneren auge plötzlich ein kleines, zusammengepresstes stück reis, obenauf ein saftiges stück sushi. sie erinnerte sich wie sie sich als kind immer darauf gefreut hatte und in ihrer erinnerung erschien nun auch ihr vater hoko-san. er zeigte ihr wie er eine gewürzgurke auf dem stück reis mit suhsi balancieren konnte.
das war nicht nur schwachsinnig sondern auch nicht mal besonders aufregend, trotzdem probierte es die kleine haikido auch, auf einem stück ohne sushi und fing bitterlichst an zu weinen, als die gewürzgurke einbrach. zu allem überfluß sah das ihre strenge großmutter und verpasste ihr eine ohrfeige,
die sie von ihrem schneidersitz fliegen ließ.

die idee aber war geboren. haikido wußte, wenn sie eine geignete unterlage finden würde, wäre sie gerettet. ihr kam eine alte fernseh-serie in den sinn: "hubba-toyo, der freundliche stachel-rochen" , quasi die japanische entsprechung von "flipper". dort hatte sie einmal gesehen wie die protagonisten, durch einen torpedotreffer in seenot geraten den rochen zu ihrer hilfe riefen, indem sie auf spezielle asiatische art unter wasser blubberten. sie hatte die serie dann aber nicht weiterverfolgt weil sie so extrem beschissen war.

haikido wälzte sich vorsichtig an den rand des paketes, tauchte ihren kopf ins wasser und blubberte angestrengt los.
zwei stunden später blubberte sie immer noch und war schon mehr als einmal beinahe ohnmächtig geworden. schließlich sah sie aber doch einen dunklen schatten näher gleiten. der schatten wurde grösser, verwandelte sich zu einem bald und spätestens als rote und gelbe luftballons sich ins bild mischten merkte sie, dass sie nur wieder drauf und dran war, bewusstlos zu werden.

erschöpft zog sie den kopf aus dem wasser und drehte sich zur seite, verzweifelt und allein. sie erstarrte als sie sah was sich hinter ihrem rücken abgespielt hatte. lage über lage stapelten sich rochen aller variationen auf dem reis-floß. große rochen, kleine rochen, stachel-rochen ja sogar ein manta war dabei. wie der manta von ihr unbemerkt auf den reis gelangen konnte war ihr ein rätsel aber sofort glitt sie auf ihn rauf und fiel sofort in einen bleiernen schlaf.

zwei tage später fanden suchtrupps ein übergewichtiges mädchen, das wohlgenährt auf einem reis-floß im meer trieb und einige quadratmeter manta-haut als segel benutzte.
die sushi rettung war perfekt.
mahlzeit.
7.6.06 12:01


LMAA!

während alle entweder über den bush besuch reden, die hitze oder verpasste chancen, rede ich tacheles: die erde ist ein ovales gebilde, der kosmos höchstwahrscheinlich endlich und die beste picknick ingredients tsatsiki.
während sich der geneige leser nun an die nase fasst, sich einmal im stuhl dreht, hupt und wundert, tachiliere ich weiter:
es ist so heiß und der bush-besuch regt mich auf!
nicht so sehr wegen der EINEN million euro, die in die sicherheit gesteckt wurden, sondern wegen den meistgehassten menschen meinerseits:
kreative alternative demonstranten mit nicht funktionierenden megaphonen!
das war auch schon die quint essenz.
so long
21.6.06 16:17


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